Carcassonne





Carcassonne war bereits in der Antike besiedelt und wurde in der Spätantike durch eine gallo-romanische Ringmauer geschützt. Aber auch die konnte nicht verhindern, dass die befestigte Siedlung nacheinander von den Westgoten, Arabern und Franken erobert wurde.

Im Mittelalter herrschte hier die Dynastie der Trencavel. Carcassonne wurde im Zusammenhang mit der Vernichtung der Kartharer belagert und fiel 1226 an die französische Krone.  Der Wehrhaftigkeit wurde durch eine zweite Mauer verstärkt, die am Ende des 13. Jahrhunderts von den Königen von Frankreich erneuert wurde. Die schwer befestigte Stadt bewachte bis zum Pyrenäenfrieden 1659 die Grenze nach Aragonien/Spanien. Im 19. Jahrhundert restaurierte der Architekt Viollet-le-Duc die Altstadt und verlieh ihr ihr heutiges mittelalterliches Gepränge. Seit 1997 gehört Carcassonne zum Unesco-Weltkulturerbe.

Interessant ist der Besuch von Carcasonne vor allem wegen der zweifachen Festungswälle, der Türme und Torkonstruktionen, an denen man die Verteidigungsmöglichkeiten, die Beschuss- und Kreuzfeuermöglichkeiten der Schießscharten studieren kann. Die Burg mit den Wohnräumen der Trencastels, als letzte Bastion im Angriffsfalle, hat einen Bergfried und die Innenräume sind zu Museumsräumen umgestaltet worden.

Die Basilika Saint-Nazaire et Saint-Celse war bis 1801 die Kathedrale von Carcassonne; daneben stand der Bischofspalast.

Die Besichtigung der Außenanlagen und der Altstadt innerhalb der Festungsmauern ist frei. Für den Besuch von Burg/Museum muss ganz ordentlich gezahlt werden. Carcassonne ist als mittelalterliches "Gesamtkunstwerk" auf jeden Fall einen Besuch wert. Während der Hauptsaison knuddeln sich die Leute allerdings in den engen Altstadtsträßchen, in denen praktisch jedes Hausparterre zu einem Restaurant oder Laden umgestaltet wurde.

Wenn man von der Autobahn kommt, ist die "Cité" gut ausgeschildert und man wird durch die Außenbezirke des modernen Carcassonne direkt bis auf den Parkplatz vor der Festung geleitet.

Für die Besichtigung der Festungsmauern, der Wehrgänge und Toranlagen sollte man mindestens eine Stunde einplanen.






  






Wenn man dann durch einen der Seiteneingänge die innere Festung betritt, begegnet man dem Mittelalter. Viele alte Fachwerk-konstruktionen kann der aufmerksame Betrachter finden, manches wirklich profane wie einen gestalteten Gullideckel und natürlich durch die ganze Altstadt verteilt die Souvenir-Kunst- und Schmeckerleckerlädchen.

                                        
















Saint-Nazaire et Saint-Celse
 
    
wirklich schöne Kirchenfenster von innen und


von aussen





La Cure Gourmande - dieser Laden verführt zum Kauf von Nougats, Plätzchen und Karamelpralinen. Die Sachen sehen toll aus, allerdings sind sie unverschämt teuer. Die Plätzchen sind - meiner Meinung nach - ihr Geld nicht wert.
Sie führen vor allem vor, wie man Zutaten für 1 Euro/Kg in Plätzchen für 9,99 Euro/Kg verwandeln kann. Mir waren sie zu zuckrig, zu bröselig und geschmacklich bei weitem nicht so aromatisch - wie die Bezeichnungen (Orange, Kokos, Anis, Zimt, u.a.) eigentlich vermuten ließen.


Die unterschiedlichen Verpackungsmöglich-keiten in Form von verschieden-eckigen Kistchen und Dosen im "La Cure"- Romantik-
design kosten nochmal ab 4 Euro extra (Tüte gibt es gratis).
Die Nougats sind in Montélimar bestimmt
etwas preiswerter zu bekommen. Insgesamt
ist das Angebot eine Augenweide - geschmacklich konnte es - vor allem für den Preis - meine Erwartungen nicht erfüllen.




Eingang zur inneren Burg die in schneckenlinien geführten Wege zu den beiden Kassenhäuschen lassen erahnen, wie viele Menschen hier im Sommer anstehen, um eine Eintrittskarte zu erwerben.