Bonna/Bonn

Über Bonn nur ein paar Hinweise, da die Stadt in meinem Roman nicht "vorkommt".

Im Stadtgebiet von Bonn lebten schon sehr früh Menschen. Davon zeugen das 14.000 Jahre alte Doppelgrab von Oberkassel und ein Graben und Holzpalisaden, die im Bereich des Venusberges nachgewiesen wurden und aus der Zeit um 4080 v. Chr. stammen.

12 v. Chr. beginnt die römische Geschichte mit der Errichtung eines römischen Lagers am Rhein
13-9 v. Chr. mit dem Bericht des römischen Schriftsteller Florus über die Errichtung einer Rheinbrücke bei „Bonna“, tritt Bonn in das Licht der Geschichte.

War in der Zeit vor Christi Geburt die römische Präsenz in Bonna noch bescheiden, so sollte sich das nach der Niederlage der Römer in der Varusschlacht im Jahr 9 n. Chr. ändern. In den folgenden Jahrzehnten wurde hier eine Legion stationiert, die im nördlichen Bereich des heutigen Bonn ein Lager errichtete. Um das Lager herum und südlich davon entlang der heutigen Adenauerallee siedelten Händler und Handwerker in einem vicus.

69 n. Chr. Erste Nennung des römischen Legionslagers „castra Bonnensia“ im Norden der Stadt durch den römischen Historiker Tacitus.

um 450: letzte römische Truppenteile verlassen das Rheinland.

Bonn gehört fortan zum Frankenreich.


Bei einem Besuch im Haus der Geschichte in Bonn entdeckten wir im Keller des Hauses (schon sichtbar durch die Fussbodenfenster im Foyer) Reste römischer Bebauung. Wir haben uns im Keller mal umgesehen.

Darstellung des Bonner Kastells


Der Bonner Vicus von Süden gesehen. Der weisse Punkt zeigt den heutigen Standort des Hauses der Geschichte, der blaue in etwa den heutigen Standort des World Congress Centers, unter dem man eine römische Thermenanlage gefunden hat.


Hier sind die wieder die Hypokausten zu sehen, die viereckigen Ziegelstapel, die den Fussboden der Therme trugen und zwischen denen die Heissluft der Fussbodenheizung zirkulierte.

Im Keller des Hauses der Geschichte der restaurierte Keller eines römischen Hauses. Vorne die Einstiegstreppe. Die etwa unregelmässigen regelmässigen Steine des Kellers sind die römischen, der Rest ist zur Erhaltung aufgemauertes neuzeitliches Mauerwerk. Aus anderen Ausgrabungen weiss man, dass die Kellerfenster schräg angesetzt waren und es im Keller Nischen im Mauerwerk gab, als Abstellgelegenheit, z.B. für Lampen.